Konzerttechnik
Wer einen guten A/C-Receiver besitzt und aktuelle Konzert-DVDs oder -Blu-Rays einlegt, wird sehr schnell merken, dass da schon ein beeindruckender und oft brachialer Sound herauskommt. Wer jedoch schon live auf Konzerten war weiß, dass dies nur einen Eindruck des echten Konzerts vermitteln kann. Denn was heutzutage an Technik aufgefahren wird, ist überwältigend. Gerade bei Top-Acts ist ein ganzes Arsenal an Technikern und Roadies nötig, um alles auf die Bühne zu bringen.
Allerdings kann man hier auch Pech haben, gerade bei Open-Air-Konzerten oder kleineren Bands scheint der Soundcheck nicht immer richtig zu funktionieren. Bei ersteren kann dies besonders interessant sein, wenn mehrere Bands spielen und jede ihre eigene Technik mitbringt. Bei der ersten Band hört man dann nur den Bass, bei der zweiten ein unangenehmes Fiepen im Hintergrund und bei der dritten eventuell Mal gute Live-Musik. Da bräuchte man bei manchen Bands einen Ratgeber gegen Kopfschmerzen, noch bevor das Konzert richtig angefangen hat.
Unerfahrenheit dürfte wohl der Hauptfaktor für einen solchen Fauxpas sein. Denn solche Anfängerfehler dürfen vielleicht einer Abi-Band passieren, aber nicht professionellen Musikern. Und so muss man sich auf die Suche nach der Ursache des Fehlers machen: Haben die Techniker das Equipment falsch eingespielt oder ist die Technik selber Murks? Wer nämlich keinen Wert auf diese Qualitätskontrolle legt, wird bald merken, wie ihm die Zuschauer schwinden. Und da die Künstler heute einen Großteil ihrer Einnahmen nicht mehr mit Tonträgern, sondern Konzertkarten verdienen, trifft es eine empfindliche Stelle. Und aus dem verunglückten Konzert noch eine annehmbare Konzert-DVD zu basteln, verursacht noch weitere Kosten.
